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Das Unsere Geschichte

Elektro Burger Riedern am Wald

Die fast 80jährige Geschichte der Firma Elektro Burger ist eng verbunden mit der Geschichte der Elektrifizierung unserer engeren Heimat. Im Gegensatz zu anderen Regionen, kam die Elektrizität erst spät in den Schwarzwald. Bereits 1898 produzierte das Kraftwerk Rheinfelden Strom für den Hochrhein. 1900 wurde in Waldshut ein erstes städtisches Elektrizitätswerk eröffnet und dort später der Strombezugsverband gegründet. Bereits 1907 produzierte das Sägewerk Villinger in Ühlingen Strom, der aber nur für das eigene Werk bestimmt war. Für Riedern war ein Ortsnetz für das Jahr 1915 geplant. Durch die Wirren des Ersten Weltkrieges kam der Strom aber erst 1920 nach Riedern. Der Landwirt Otto Probst hielt in einem Rechnungsbuch fest: „7. September 1920 - zum ersten Mal Licht in unserem Stall gebrannt“.

 

Alfons Burger (*1898 in Riedern am Wald) erlernte das Elektrohandwerk und arbeitete beim Strombezugsverband in Waldshut, wo er bis zur Auflösung 1938 als Bezirksmonteur für Riedern am Wald und Umgebung tätig war. In dieser Zeit füllte er die Dieselgeneratoren im Transformatorenhäuschen im Dorf auf.  Strom wurde damals nur für elektrisches Licht verwendet und der Dieselgenerator wurde nach 22 Uhr abgeschaltet. Das Badenwerk übernahm danach die Ortsnetze und modernisierte diese, indem sie an die modernen Kraftwerke angeschlossen wurden.

 

1934 gründete Alfons Burger sein Elektrogeschäft in Riedern am Wald. Zuerst mietete er die Kneipe, im Volksmund „Kniep“ (spätere Sunshinediscothek) genannt. Dort verkaufte er erste Elektroartikel. Als er sein Geschäft als zu abgelegen befand siedelte er mit seiner Familie in die Ortsmitte um. Dort ersteigerte er 1935 das Kaufhaus von Friedrich Morath (vormals Felix Morath). Seine Frau Maria Burger eröffnete dort ein Lebensmittelgeschäft, Alfons Burger betrieb sein Elektrogeschäft mit Werkstatt.

 

Manche abgelegenen Höfe hatten bis um 1950 keinen Strom. Hubert Burger musste als Junge seinen Vater begleiten, der die Holzstrommasten installierte, welche er mit Steigeisen erklimmen musste. Hubert verteilte die Keramikisolatoren von Mast zu Mast.

Sein Sohn Hubert Burger (*1933 in Riedern am Wald) erlernte das Elektrohandwerk bei der Firma Stulz von 1948-51. 1951 bestand er als Bester die Gesellenprüfung. 1956 legte er seine Meisterprüfung in Freiburg ab und übernahm das väterliche Geschäft im gleichen Jahr. 1964 baute er ein Eigenheim in Riedern am Wald und siedelte mit seinem Geschäft dorthin um. In den 70er Jahren wurde das Küchenservice gemeinsam mit der Schreinerei Gromann gegründet. Die Firma Burger übernahm damals die Elektroinstallationen und stattete die Küchen entsprechend mit Elektrogeräten aus. Ebenso gab es verschiedene Bauprojekte in Riedern am Wald mit der „Baugemeinschaft“, einer Kooperation verschiedener Unternehmer, um die Bautätigkeit im Ort zu fördern. Häuser entstanden im „Bündten“ und im „Zinken“. In den 80er Jahren wurden mehrere Großprojekte mit anderen lokalen Elektroinstallationsbetrieben durchgeführt (z.B. Schule Dachsberg, etc…..)

 

1981 wurde ein Musikgeschäft in Tiengen eröffnet. Nach dem frühen Tod von Hubert Burger 1982 übernahm Rudolf Burger  das väterliche Geschäft. Rudolf Burger, Fernsehtechnikermeister, baute vor allem den Rundfunkbereich weiter aus. Weitere in Tiengen und Grafenhausen eröffnete Geschäfte wurden in den 90er Jahren wieder aufgegeben. Seit Gründung der Firma Burger wurden über 100  Lehrlinge ausgebildet.

 
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